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Er heißt Flexi-Bar – so viel wie schwingender Stab oder vielmehr ozzillierender Stab. Er besteht aus Fiberglas und Kunststoff. Er trainiert die Tiefenmuskulatur und fördert die Rumpfaufrichtung. Soweit so gut. Was aber steckt genau hinter diesen Aussagen.
Das Prinzip ist einfach. Der Flexi-Bar wird durch Muskelkraft in Schwingung gebracht und die wird gehalten. Dazu sind zum einen immer wieder neue kleine Impulse nötig. Andererseits ist eine gute Stabilität der Energiequelle, also des Trainierenden, von großer Wichtigkeit. Nur so kann der Schwingstab volle Wirkung zeigen.
Unser Sportgerät ist etwa 1,5m lang und in der Mitte befindet sich ein breites Griffstück, das auch mit zwei Händen bequem zu fassen ist. Am Griffstück befinden sich zwei hoch flexible Fiberglaselemente und an den Enden jeweils ein kleines Kunststoffgewicht. Einmal in Schwingung versetzt fordert der Flexi-Bar die reflektorische Anspannung vieler kleiner in der Tiefe liegender Muskeln. Bewusste Impulse und unbewusste Stabilisierungsaktivitäten wechseln sich ab. Der Körper muss die Schwingungen ausgleichen und sich ständig stabil halten. Und dabei findet intensives Muskeltraining statt.
Das Training mit dem Flexi-Bar wird in kleinen Sequenzen von 60 bis 90 Sekunden Dauer pro Übung durchgeführt. Schon kleinere Programme über 15 Minuten erweisen sich als erstaunlich intensiv und zeigen schnell Wirkung. Innerhalb kurzer Zeit spürt man Muskeln, die mit herkömmlichen Geräten gar nicht angesprochen werden. Je nach Ausgangsposition wird die Wertigkeit auf verschiedene Bereiche des Körpers gelegt. Aber egal, wie diese Position aussieht, es findet immer ein propriozeptives Training statt. Das bedeutet, dass ausgelöst durch die Propriozeptoren (Muskelstellglieder) die den Rumpf stabilisierenden Tiefenmuskeln reflexartig angesprochen werden und arbeiten. Diese kleinen schnellen Aktionen werden nicht bewusst vom Gehirn gesteuert.
Hauptsächlich die Rückenmuskulatur nahe der Wirbelsäule wird mit den verschiedensten Übungen angesprochen. Dazu Nacken- und Schultermuskulatur. Und selbst ohne besondere Beachtung trainiert man intensiv die Bauch- und Beckenbodenmuskulatur. Im Stand und gegebenenfalls sogar barfuß wird die Bein- und Fußmuskulatur außerdem propriozeptiv geschult.
Drei Trainingseinheiten pro Woche sind empfehlenswert beeinflussen nachhaltig die Haltung bzw. Rumpfaufrichtung. Muskuläre Verspannungen werden gelöst und der Stoffwechsel wird angeregt. Rücken- und Gelenkbeschwerden verhalten sich rückläufig und das Bindegewebe wird gefestigt.
Je nach Leistungsstufe oder Trainingszustand können die Intervalle genau wie die Anzahl der wöchentlichen Einheiten natürlich erhöht werden.

Ursprünglich als Rehasportgerät im physiotherapeutischen Einsatz entwickelt, hat sich der Flexi-Bar schon bei all denen beliebt gemacht, denen es weniger um den Aufbau von Muskelmasse geht, sondern in erster Linie um eine gesunde und stabilisierte Körperhaltung. Doch am Ende des Tages stellen wir (wieder einmal mehr) fest – das eine bedingt das andere.

In diesem Sinne – Schüttle Dich und Dein Rücken sagt Danke!